1. üsa-
üsa- : in RV 10,95,4 anzusetzen, wenn (?) dort as NomSg vorliegt. Dafür GeRV III 300 (zur Stelle), der ‘Liebhaber’ (wie Lex. usa-) ansetzt (zu V4S = „ohne Eheschließung] zusammenieben“); eine ähnliche Interpretation stellt usa-s als 'begierig’ zu VAS (mit „Vertauschung der Sibilanten“, s. Neisser 1,178; vgl AiGr Il 2,76, weitere Kombinationen in KEWA I 113). - Wahrscheinlich ist aber üsas als 'Morgenröten (AkkPt) … — [Mayrhofer, s.v. üsa-, p. 290]
2. ُسَ-
usa- (‘Steppensalz’), s. usa-. usamäna-, usänd-, s. VAS!. usar, usar-büdh-, s.u. usds-. 236 usds- usäs-f. Morgenröte, Morgen; auch Abendröte (Dual °asa Nacht und Morgenröte’, ‘Abendröte und Morgenröte”), Röte des Himmels (RV [NomSg usäs, AkkSg. ’äsam — °asam, GenSg, AkkPi usäs-as und - archaischer - us-as (*us-s°, s. Schi, Wn 13, mit Lit.), InstrPi usadbhis (AiGr 1 179, I Nachtr 98, II] 246, 289); AkkSg auch usam, … — [Mayrhofer, s.v. usa-, p. 290]
3. üsa-
üsa- m. Steppensalz, salzige Erde (Käth +), daneben in alter Sprache die Variante usa- (AiGr 148, MK 1 104, Mylius s. vv, u° und u°), üsard- salzhaltig (vom Boden), salzig ($B +, s. AiGr II 2,857; GrS$ü an-usara-, AiGr I? Nachtr 30). - Mi, ni., Tu 2439, 2440. - Nicht sicher erklärt. Zu 0$ ‘brennen’ nach H. Reichelt, Streitberg-Festgabe (Leipzig 1924) 297? Zur lautlichen Problematik us- : og- s.u usman- — [Mayrhofer, s.v. üsa-, p. 301]